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BABYNAHRUNG AN BORD

Was Eltern im Handgepäck mitnehmen dürfen
Seit dem 6. November 2006 sind neue Handgepäckregeln in Kraft:

Flüssigkeiten dürfen nur in sogenannten “Einzelgebinden” mit einem Fassungsvermögen von maximal 100 Millilitern mit, die in einem durchsichtigen und wiederverschließbaren Beutel aufbewahrt und vorgezeigt werden müssen. Mehr als ein Liter darf der Beutel nicht enthalten. Babynahrung ist – wie auch dringend benötigte Medizin - von dieser Regelung nicht betroffen. Beide Ausnahmen können in ihren üblichen Verpackungen im Handgepäck mitgeführt werden und unterliegen keiner Mengenbeschränkung. Untersucht wird das Handgepäck dennoch auch dann gründlich und Sicherheitsaspekte im Flugverkehr genießen Vorrang.


Auf in die große weite Welt: Aber nicht ohne die geliebte Nuckiflasche!
Babynahrung, -milch, oder -saft als Reisenahrung für mitreisende Babys oder Kleinkinder die für die Flugdauer benötigt wird, dürfen an Bord mitgenommen werden.

Neue Regeln haben sich noch nicht herumgesprochen
“Einfach und rasch kommen Sie durch den Check, wenn Ihre Situation sofort nachvollziehbar ist”, “Sie haben Ihr Kind auf dem Arm und als Beispiel für einen Sechs-Stunden-Flug zwei Gläschen dabei, die Sie unaufgefordert vorzeigen. Alles, was hiervon abweicht – sei es, dass Sie eine größere Menge mitnehmen möchten oder Selbstgekochtes in einem Plastikgefäß transportieren – müssen Sie dem Personal erst darlegen. Das kostet Zeit.” Erklärungsbedarf gebe es auch, wenn das Kind schon größer sei, andere Bezugspersonen als Vater oder Mutter mit dem Kleinen unterwegs sind oder weil das Kind bereits mit dem anderen Elternteil vorausgeflogen ist. Auch wenn in Zweifelsfällen eher großzügig verfahren wird, vorausgesetzt der Fluggast kann seine Lage glaubhaft machen, zieht Christian Sachs, eine der stellvertretenden Sprecher des Bundesinnenministeriums, folgende Grenze: “Wenn jemand zwei Paletten mit Gläschen in den Flieger schaffen möchte, würde ich den Kontrollkräften auf jeden Fall empfehlen, die Sachen am Boden zu lassen. Entscheidendes Maß für die Mitnahme von Babynahrung ist doch, was das Kind auf dem Flug an Nahrung braucht. “ Die Richtlinie sei bewusst unbürokratisch abgefasst worden, um beim Sicherheitscheck genügend Handlungsspielraum zu gewähren.
Extras: Am besten ins Reisegepäck oder als Trockennahrung
Und wenn das Baby für die Dauer des gesamten Urlaubs besondere Nahrung braucht, die am Zielort nicht zwangsläufig verfügbar ist? “Im Reisegepäck lässt sich alles Notwendige problemlos unterbringen. Das Restrisiko, sein Gepäck zu verlieren, ist minimal und auf den Flughäfen springen üblicherweise unterstützende Dienste ein”, erklärt Oberndörfer, selbst Vater von drei Kindern. “Weichen Sie auf Trockennahrung aus, davon können Sie unbegrenzt viel im Hand- oder Reisegepäck mitnehmen”, lautet Sachs’ Rat, der seine beiden Kids auch schon im Flieger dabei hatte. “Wasser gibt es an Bord immer, das Service-Personal bereitet Ihnen das Fläschchen zu oder wärmt das Gläschen auf.” Bei Langstreckenflügen täten Eltern zudem gut daran, sich bei ihrer Fluggesellschaft nach Mitnahme-Beschränkungen in Ländern außerhalb der EU zu erkundigen. Sonst fliegen die Gläschen mit der Babynahrung beispielsweise in den USA unter Umständen nicht mit zurück nach Deutschland, sondern landen in einem amerikanischen Müll- Container.